Zwangsabmelkung bezeichnet im BDSM eine Fantasie oder Rollendynamik, bei der die Abgabe sexueller Kontrolle nicht als freiwilliger Akt erlebt wird, sondern als fremdbestimmt inszeniert ist. Der Begriff ist bewusst drastisch gewählt, beschreibt jedoch ausschließlich konsensuale Rollenspiele zwischen volljährigen Personen innerhalb eines klar vereinbarten Rahmens. Die tatsächliche Grundlage ist nicht realer Zwang, sondern ein vorher definierter Konsens, der Machtgefälle, Erwartungshaltung und Kontrollverlust psychologisch abbildet. Die Wirkung dieser Dynamik ist vor allem mental, da sie mit Themen wie Ausgeliefertsein, Abhängigkeit und emotionaler Hingabe arbeitet. Aufgrund der Intensität erfordert Zwangsabmelkung ein besonders hohes Maß an Vertrauen, Reife und Selbstkenntnis. Klare Absprachen, eindeutige Grenzen, jederzeitige Abbruchmöglichkeiten sowie eine sorgfältige Nachsorge sind unverzichtbar. Nicht jede Person ist für diese Fantasie geeignet, und nicht jede Vorstellung ist verantwortungsvoll umsetzbar. Davina Dust ordnet Zwangsabmelkung ausschließlich als hochsensiblen Bestandteil einvernehmlicher Macht- und Erziehungsdynamiken ein, der nur nach ausführlicher Vorklärung, psychologischer Einschätzung und innerhalb eines professionellen Rahmens thematisiert wird. Die Einordnung erfolgt abstrakt und erklärend, ohne technische Details oder Handlungsanweisungen, mit dem Ziel, Aufklärung und Sicherheit zu gewährleisten.